Vom Basketballprofi zum Managing

Inside Komax

Imed Guesmi, Managing Director North Africa, ist nicht nur eine charismatische Persönlichkeit und Manager mit Biss. In ihm verbirgt sich ein ehemaliger professioneller Basketballspieler und Mitglied des tunesischen Nationalteams. Wir haben mit ihm gesprochen und wollten wissen, inwiefern sich seine sportliche Karriere auf das Berufsleben ausgewirkt hat und was ihm in seiner Funktion am wichtigsten ist.

Wenn man ihn fragt, was er an der kabelverarbeitenden Industrie am meisten mag, dann sind es definitiv die täglichen Herausforderungen. Technische, aber auch operative. Wenn es darum geht, was ihn an der Komax-Welt fasziniert, dann sind es die Menschen, die internationalen Austausche, die enge Zusammenarbeit sowie die Verbundenheit miteinander. Er ist Imed Guesmi. Geboren 1980, Vater von zwei Kindern und seit August 2024 Managing Director North Africa mit Arbeitsort in Sousse, der drittgrössten Stadt Tunesiens. In seiner Funktion ist er unter anderem für die starke Positionierung von Komax Tunisia zuständig, «ausserdem unterstütze ich das Team von Komax Maroc und sorge zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen dafür, unsere Marktposition in Nordafrika zu stärken und noch näher an unseren Kundinnen und Kunden vor Ort zu sein.»

Die Arbeit dürfte Imed Guesmi, ob mit Komax Tunisia oder Komax Maroc, vorerst somit nicht ausgehen. Der nordafrikanische Markt im Automobilbereich boomt. In Marokko haben sich mittlerweile über 260 Unternehmen der Automobilindustrie angesiedelt, der Maghreb-Staat produzierte 2024 laut S&P LV-Production Forecast 06-01-2025 rund 47 Prozent aller in Afrika hergestellten Fahrzeuge. «Genau das reizt mich», verrät er. «In einer herausfordernden Zeit durch harte Arbeit erfolgreich zu sein.»

Imed Guesmi, mit der Siegertrophäe auf dem Kopf, beim Finale der tunesischen Landesmeisterschaft, 1999.

Disziplin zahlt sich aus

⁠Dass harte Arbeit zu Erfolg führt, hat Imed Guesmi früh gelernt. Dass es dafür Engagement, Hartnäckigkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin, gute Organisation und eine Prise Methodik braucht, auch. «1992, das heisst mit elf Jahren, habe ich mit Basketballspielen begonnen. Nur zwei Jahre danach wurde ich ins tunesische Junior-Nationalteam befördert und 1998 stieg ich ins Nationalteam mit den Senioren auf», erinnert er sich. «1996 wurde ich von einem berühmten Verein in Tunis, La Goulette, verpflichtet, mit dem ich in den Folgejahren zahlreiche Erfolge erzielen konnte. Unter anderem den Gewinn der Landesmeisterschaft, den Gewinn des tunesischen Cups sowie die Teilnahme an den arabischen Landesmeisterschaften.»

Imed Guesmi in Aktion mit der Spielernummer 7.

Von 2000 bis 2004 hat Imed Guesmi Maschinenbau an der El Manar Universität in Tunis studiert. In Kombination mit täglichen Trainings und zahlreichen Absenzen aufgrund Reisen und Spielen mit der Nationalmannschaft. «Das war eine harte Zeit», gibt er zu. Aber die Disziplin, die man im Spitzensport erlernt, habe sich auch im Beruf als äusserst hilfreich ausgezeichnet: Gleich nach Abschluss seines Studiums findet er eine Anstellung als Maintenance Manager, später als Technical Manager und 2017 steigt er zum Sales Director auf. 2021 stösst er zur Komax Gruppe und wird 2023 Managing Director von Komax Maroc in Mohammedia. Heute und nach diversen Jahren in Marokko arbeitet er wieder von seinem Heimatland Tunesien aus.

Partizipative Führungskultur zum Wohle von allen
Bekannt ist Imed Guesmi als offener, respektvoller und entschlossener Mensch. Was nicht von ungefähr kommt. «Das Wichtigste innerhalb eines Teams ist für mich eine gesunde Atmosphäre, die auf Vertrauen basiert», erzählt er. «Es ist mir wichtig, eine Kultur zu erhalten, in der alle Mitarbeitende Eigenverantwortung wahrnehmen, nach ständigen Verbesserungen streben und ihre Lösungsvorschläge frei einbringen können. Gibt es Probleme, diskutieren wir alle Vorschläge in einer offenen Runde und entscheiden zum Wohle der Kundschaft und des Unternehmens.» Als Managing Director sage er seinen Kolleginnen und Kollegen immer, dass er hier sei, um sie zu unterstützen, nicht um sie zu kontrollieren. «Ich pflege eine partizipative Führungskultur und entscheide nicht über die Köpfe von Kollegen, Kundinnen oder Partnern hinweg.» Weshalb er in Hinsicht auf Geschäftsbeziehungen stets auf eine klare, offene und transparente Kommunikation achte.

Sousse: WirePro Expo im Mai
Die Basketballkarriere von Imed Guesmi wurde 2010 durch eine Verletzung am Knie sowie den damals geforderten Fokus auf die Arbeitswelt beendet. Basketball spielt er aber noch heute. «Als Hobby und meistens mit meinen zwei Jungs», erzählt er. Ausserdem besitzt er einen zweiten Studienabschluss als professioneller Basketballtrainer und könnte jederzeit wieder in sein altes Leben abtauchen. Mit Betonung auf könnte, denn mit seiner Karriere innerhalb der kabelverarbeitenden Industrie sei er bisher sehr zufrieden «und meine Kolleginnen und Kollegen innerhalb der Komax Gruppe sind für mich wie eine zweite Familie, die ich nicht missen möchte».

Natürlich konnten wir es uns nicht entgehen lassen nachzufragen, wie gross denn Imed Guesmi ist. «1.96 Meter», antwortete er und ist sichtlich erleichtert, dass wir von jeglichen weiteren Kommentaren hinsichtlich seiner Körpergrösse absehen und uns wieder aufs Wesentliche konzentrieren. «Wie zum Beispiel die anstehende WirePro Expo von Komax Tunisia, die vom 5. bis 9. Mai in Sousse stattfinden wird», schliesst er mit einem schelmischen Lächeln ab.


Kontakt

Imed GuesmiManaging Director North Africa

Imed Guesmi ist 2021 zu Komax gestossen und ist seit 2024 Managing Director North Africa. Er besitzt einen Hochschulabschluss in Elektromechanik von der Universität Tunis und bringt über 20 Jahre Erfahrung in der kabelverarbeitenden Industrie mit.


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